Gaby Schnell, Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW

Verstehen, mitfühlen, handeln.

Viele Men­schen sind verun­sichert und spüren ein Unbe­ha­gen angesichts der oft kon­tro­ver­sen poli­tis­chen Diskus­sion über die Alter­sar­mut in Deutsch­land. Stellt sie tat­säch­lich ein wach­sendes Prob­lem dar oder wird das Aus­maß drama­tisiert? Wer­den die Äng­ste vor sozialem Abstieg, die schon weit in die Mit­telschicht hinein­wirken, durch Sta­tis­tiken gefördert oder sind diese Äng­ste vielmehr ein ern­stzunehmendes Alarm­sig­nal für die soziale Sta­bil­ität unser­er Gesellschaft?

Wir stellen in diesem Werk­buch die unter­schiedlichen For­men von Alter­sar­mut dar. Sie kann sicht­bar wer­den oder im Ver­bor­ge­nen existieren. Alter­sar­mut ist nicht ein­fach zu messen und zu beschreiben. In der Wis­senschaft, in der Poli­tik und von den sozialen Ver­bän­den und Ein­rich­tun­gen wer­den zum Teil unter­schiedliche Def­i­n­i­tio­nen bei der Erfas­sung von Armut und ihrer Bekämp­fung ver­wen­det. Darin spiegeln sich vielfältige soziale, poli­tis­che und ökonomis­che Posi­tio­nen wider.

Wir wollen mit diesem Werk­buch eben­so wie mit unserem täglichen Wirken vor allem anderen doku­men­tieren, dass wir hin­ter den zweifel­los wichti­gen Dat­en und ihren wis­senschaftlichen Inter­pre­ta­tio­nen nie die Men­schen vergessen dür­fen, die täglich mit zum Teil extrem belas­ten­den Lebensla­gen zurechtkom­men müssen. Ihre Geschicht­en und die Bilder aus dem wirk­lichen Leben in diesem Buch senden eine ein­fache Botschaft: Mit­fühlen, ver­ste­hen, han­deln – darauf kommt es an.

Die Lan­desse­nioren­vertre­tung NRW nutzt im Kampf gegen Alter­sar­mut die ihr gegebe­nen gesellschaft­spoli­tis­chen Möglichkeit­en. Sie klärt auf und wird gegen die Fol­gen von Armut im Alter aktiv – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Ursachen­bekämp­fung von Alter­sar­mut aber liegt nicht in der Hand ehre­namtlich engagiert­er Men­schen. Diese muss auf allen Ebe­nen von Poli­tik und Wirtschaft, im Bund, im Land Nor­drhein-West­falen und in seinen Kom­munen, geleis­tet wer­den.

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